Willkommen bei GREGORICH & PARTNER

CORONAVIRUS – AKTUELLE INFORMATIONEN – STAND 16.4.2020 9:30h

Rückwirkenden Beantragung von Kurzarbeit für März nur mehr bis 20.4. möglich!

Soeben hat uns das AMS informiert, dass eine rückwirkende Antragstellung für Covid19-Kurzarbeits-Projekte mit Beginn im Monat März nur mehr bis 20. April 2020, 24.00 Uhr, möglich ist.
Ab 21. April 2020 können nur Beihilfenbegehren eingebracht werden, die sich auf einen Kurzarbeitszeitraum ab 1. April 2020 beziehen: https://www.ams.at/unternehmen

Härtefallfonds – Stand 15.4.

Am Montag, 20. April 2020 startet Phase 2 des Härtefall-Fonds.

Der nicht rückzahlbare Zuschuss des Härtefallfonds beträgt 80% des Verdienstentgangs jedoch maximal 2.000 Euro pro Monat über einen Zeitraum von maximal drei Monate. Der bereits erhaltene Förderzuschuss aus Phase 1 wird bei der ersten Auszahlung in der Phase 2 angerechnet.

Folgende Kriterien wurden im Vergleich zu Phase 1 geändert:

  • Einkommensgrenzen: Die Einkommensober- und Einkommensuntergrenzen entfallen. Voraussetzung ist, dass ein rechtskräftiger Einkommensteuerbescheid aus dem Zeitraum 2015 bis 2019 mit positiven Einkünften aus selbständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb vorhanden ist.
  • Leistung aus der Pensionsversicherung: Der Bezug einer Leistung aus der Pensionsversicherung ist kein Ausschlussgrund mehr. Bezüge werden als Nebeneinkünfte bei der Ermittlung des Zuschusses angerechnet.
  • Nebeneinkünfte möglich: Neben Einkünften aus selbstständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb dürfen weitere Einkünfte wie zB. aus unselbständiger Arbeit, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft und sonstige Einkünfte vorliegen. Nebeneinkünfte werden jedoch bei der Ermittlung des Förderzuschusses angerechnet und können die Förderhöhe entsprechend reduzieren.
  • Mehrfachversicherung möglich: Mehrfachversicherungen in der Kranken- und/oder Pensionsversicherung sind zulässig.
  • Gründer: förderberechtigt sind auch Unternehmen bei einer Gründung zwischen 1. Jänner und 15. März 2020. Sie erhalten pauschal 500 Euro pro Monat (d.h. Betrachtungszeitraum), wenn sie ihren Nettoeinkommensentgang selbständig ermitteln und plausibel darstellen können.
  • Versicherung: Eine Anmeldung zur gesetzlichen Sozialversicherung durch eigene Tätigkeit muss vorliegen. Das kann sowohl eine Pflichtversicherung oder nun auch eine freiwillige Versicherung sein. Ausgeschlossen ist die Mitversicherung als Angehöriger.

Alle weiteren Voraussetzungen bleiben unverändert.

Ein Härtefall liegt demnach vor, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, die laufenden Kosten zu decken oder vom behördlich angeordnetes Betretungsverbot betroffen sind oder der Umsatz um mindestens 50% zum Vergleichsmonat des Vorjahres eingebrochen ist.

Die 2. Phase ist in drei Betrachtungszeiträume unterteilt, wobei für jeden Betrachtungszeitraum ein gesonderter Antrag im Nachhinein zu stellen ist.

Der erste Betrachtungszeitraum für die Berechnung des Nettoeinkommensentgangs ist von 16. März bis 15. April 2020. Der Nettoeinkommensentgang ist die Differenz zwischen dem durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen des Vergleichsjahres und dem Nettoeinkommen von 16. März bis 15. April 2020. Diese Berechnung des Nettoeinkommensentgangs erfolgt automatisiert. Als Vergleichszeitraum für die Berechnung wird der letzte, rechtskräftige Einkommensteuerbescheid, der positive Einkünfte aus einer selbständigen Tätigkeit ausweist, herangezogen. Es besteht auch die Möglichkeit den Durchschnitt der letzten 3 verfügbaren Steuerbescheide als Basis heranzuziehen, um zB Karenzzeiten auszugleichen.

Die Antragstellung für den Härtefall-Fonds ist grundsätzlich bis 31.12.2020 möglich ist.

Sollten Sie daher im Jahr 2019 höhere Einkünfte als im Jahr 2018 erzielt haben, oder sind Nebeneinkünfte im Jahr 2019 weggefallen, ist es für die Höhe des Zuschusses wahrscheinlich von Vorteil, die Veranlagung der Einkommensteuer 2019 abzuwarten.

Bereits am 16. April wird die Wirtschaftskammer ein Musterformular online stellen, wo die Details zu den benötigten Daten bekannt gegeben werden.

Wie schon in der Phase 1 sind folgende Felder zu befüllen:

  • Persönliche Steuernummer
  • Sozialversicherungsnummer
  • KUR oder GLN (Freie Dienstnehmer ausgenommen).

Darüber hinaus sind folgende Werte jedenfalls selbst anzugeben:

  • Erträge/Betriebseinnahmen (Waren-/Leistungserlöse) des Betrachtungszeitraums (z.B. 16. März bis 15. April)
  • Nebeneinkünfte (netto) des Betrachtungszeitraums (z.B. Einkünfte aus Vermietung/Verpachtung oder unselbständiger Arbeit nach Steuern).

 

Das Musterformular sowie weiterführende Informationen finden Sie unter wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html

 

Corona-Hilfsfonds

Der Corona-Hilfsfonds mit einem Volumen von 15 Mrd. soll die rasche Bereitstellung finanzieller Mittel sicherstellen.

Die Maßnahmen betreffen Direktzuschüsse, Garantien und Direktkredite. Die am 09.04.2020 in Kraft getretenen Richtlinien betreffen nur die Regelungen für Garantien und Direktkredite.

Direktzuschüsse werden in einer gesonderten Richtlinie geregelt, welche bislang noch nicht veröffentlicht wurde.

 

Garantien und Direktkredite

Die von der Republik übernommene Haftung kann bis zu 100% betragen.

Begünstigte Unternehmen sind Unternehmen, die Ihren Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich haben und Ihre wesentliche Tätigkeit in Österreich ausüben. Weitere Vorrausetzung ist, dass es sich um ein „finanziell gesundes“ Unternehmen handelt.

„Single-Point of Contact” für die Antragstellung ist Ihre Hausbank. Diese füllt gemeinsam mit Ihnen den Antrag aus. Die Antragstellung ist seit 8. April 2020 möglich.

Vor Gewährung einer Garantie oder Direktkredits müssen alle zumutbaren Maßnahmen gesetzt worden sein, um den Liquiditätsbedarf zu reduzieren.

Zu diesen Maßnahmen zählen unter anderem :

  • die Reduktion des Wareneinkauf auf ein erforderliches Mindestmaß,
  • Rückgriff auf verfügbare Liquiditätsreserven oder Erlöse aus rasch und ohne unverhältnismäßigen Verlust verwertbaren Vermögensgegenständen,
  • Inanspruchnahme nicht ausgenutzter Betriebsmittelkreditlinien,
  • Stundung von Verbindlichkeiten

Darüber hinaus sind vor der Gewährung von Garantien auch andere gesetzliche, behördliche oder exekutive Maßnahmen des Bundes in Anspruch zu nehmen. (zB Stundung von Steuern, Corona Kurzarbeit, Zuwendung anderer öffentlicher Institutionen)

Die finanziellen Maßnahmen in Form von Garantien und Direktkrediten können zur Deckung folgender Zahlungsverpflichtungen gewährt werden:

  • Mieten
  • Leasingentgelte
  • einzelne Kreditraten und Zinszahlungen zu den bestehenden Fälligkeiten (nicht jedoch: Vorfälligkeit, Fälligstellung oder endfällige Kredite)
  • Löhne und Gehälter
  • Lohnnebenkosten
  • Angemessene Unternehmerentlohnung
  • Steuern, Abgaben und Gebühren
  • Entgelte für betriebsnotwendige Dienstleistungen und Zahlungen für Waren zur Aufrechterhaltung der Betriebstätigkeit in einem erforderlichen Ausmaß
  • Rückzahlung von Anzahlungen
  • Versicherungsprämien für betriebsnotwendige Versicherungen

NICHT zulässig ist hingegen die Verwendung der finanziellen Mittel für Umschuldungen, Investitionen und Dividendenzahlungen von 16.03.2020 bis 16.03.2021.

Sowohl für die Laufzeit als auch für die Kosten der Garantien und Direktkredite enthält die Richtlinie Rahmenbedingungen, die im Einzelfall zu konkretisieren sind.

Bei Antragstellung muss der COFAG (für die Abwicklung der Maßnahmen vom Bund gegründete GmbH) ein jederzeitiges Auskunfts-, Buchprüfungs-, Betriebsprüfungs- und Einsichtsrecht eingeräumt werden. Zusätzlich ist das Unternehmen verpflichtet, auf Verlangen sämtliche Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die für die Feststellung der zweckgewidmeten Verwendung der finanziellen Mittel notwendig sind.

 

Direktzuschüsse

Die Richtlinien für die Regelungen der Direktzuschüsse sind noch in Bearbeitung und sollten in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.

Grundsätzlich sollen zur Deckung von Fixkosten nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

Voraussetzung für den Fixkostenzuschuss ist neben den bei den Garantien genannten Voraussetzungen, ein Umsatzverlust von zumindest 40%, der durch die Ausbereitung von COVID-19 verursacht wurde.

Der Fixkostenzuschuss soll abhängig vom Umsatzausfall wie folgt gestaffelt werden:

  • 40-60% Ausfall: 25% Ersatzleistung
  • 60 -80% Ausfall: 50% Ersatzleistung
  • 80-100% Ausfall: 75% Ersatzleistung

Zu den förderbaren Fixkosten zählen grundsätzlich die Geschäftsraummiete (wenn der Mietzins nicht reduziert werden konnte und in unmittelbaren Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit steht), Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen (sofern diese nicht gestundet werden konnten), nicht das Personal betreffende, betriebsnotwendige, vertragliche Zahlungsverpflichtungen (die nicht gestundet oder reduziert werden konnten), Lizenzkosten, Zahlungen für Strom / Gas / Telekommunikation.

Sobald die Richtlinie betreffend der Direktzuschüsse vorliegt, werden wir Sie darüber im Detail informieren.

 

Härtefall- und Nothilfefonds – Stand 26.3.

Die Bundesregierung hat heute (Donnerstag, 26.3.) Nachmittag Details zum angekündigten Hilfspaket für die heimische Wirtschaft präsentiert. Selbstständige und Kleinunternehmen sollen ab Freitag Nachmittag Anträge stellen können, bis zu 6.000 Euro Soforthilfe sind möglich. Aus dem Nothilfefonds werden Kredite gewährt, die nur zum Teil zurückgezahlt werden müssen. Auch Kreditstundungen sollen kommen.

Zusammenfassung der beschlossenen Förderungen:

1. Härtefallfonds
nähere Informationen in der NEWS Box auf der rechten Seite unserer Startseite, sowie
hier bei der WKO: https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-epu-kleinunternehmen.html

2. Nothilfefonds
Kredite; Mischmodell (15 Mrd. Fond)
Voraussetzung: kein Personalabbau, sondern Kurzarbeit oder äquivalentes Instrument
Bis zu ¾ der Betriebskosten vom Staat ersetzt
Kredit mit günstigen Zinsen
Nach einem Jahr Feststellung des tatsächlichen Schadens und in dieser Höhe Umwandlung des Kredits in Zuschuss, Rest bleibt Kredit

3. Stundungen

4. Garantien
48 Stunden Reaktionszeit bei AWS/Banken; digitales Verfahren

 

Stand 18.3. Aktuelle Information zur Kurzarbeit

Unsere Interessensvertretung, die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, hat vom AMS Wien Schönbrunner Straße soeben die Information erhalten, dass die Formulare „Sozialpartnervereinbarung-Betriebsvereinbarung“ und „Sozialpartnervereinbarung-Einzelvereinbarung“ sowie das AMS- Antragsformular überarbeitet werden. Die neue Version soll voraussichtlich noch heute zur Verfügung gestellt werden. Nach Auskunft des AMS werden nur mehr neue Formulare akzeptiert. Um doppelte Arbeitsschritte zu vermeiden, wird empfohlen, auf diese zu warten. Eine rückwirkende Antragstellung ist lt. AMS möglich.

 

STAND 16.3.2020

Sehr geehrte Geschäftspartner, liebe Kunden,

  1. Aufrechterhaltung des Kanzleibetriebs, Erreichbarkeit per Email und Telefon zu Bürozeiten

Der Betrieb unserer Kanzlei ist zu 100% aufrecht. Unsere Mitarbeiter arbeiten von zuhause und sind per Email und telefonisch erreichbar. Aufgrund der verstärkten Anfragen betreffend Lohnverrechnung ersuchen wir Sie, Anfragen zur Lohnverrechnung vorzugsweise per Email zu schicken.

  1. Beleganlieferung

Dazu wurden alle unsere Klienten gesondert per Email am 15.3. benachrichtigt und instruiert.

  1. Übermittlung von aktuellen Informationen

Unter folgenden Links sind laufend die aktuellsten Informationen abrufbar:

https://www.infomedia.co.at/covid-19

https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/coronavirus-wirtschaftskammer-als-anlaufstelle.html

https://www.bmf.gv.at/presse/pressemeldungen/2020/maerz/sonderregelungen-coronavirus.html

https://www.oesterreich.gv.at/public.html

https://orf.at/

Wir halten Sie informiert und wünschen Ihnen alles Gute für die kommende Zeit.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von Gregorich & Partner